Aktuelles
Allerseelen / Gräbersegnung
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie Sie vermutlich bereits aus der Presse erfahren haben, hat die Staatsregierung das Personenlimit für Gottesdienste im Freien, welches bei 200 Personen lag, gekippt.
Damit sind Gräbersegnungen zu Allerseelen wie in den vergangenen Jahren theoretisch möglich. Praktisch wird der „schwarze Peter“ damit jedoch nur von oben nach unten – zu den Pfarrern vor Ort, die die Entscheidung treffen müssen – verschoben.
Denn auf dem Pfarrfriedhof Altenerding befinden sich derzeit 508 Gräber. Die meisten sind zur Gräbersegnung mit durchschnittlich 4 Personen besetzt. Ca. 450 Gräber * 4 Personen pro Grab = 1800 Personen auf dem Friedhof zur Gräbersegnung. Die Frage, die sich mir daher stellt, lautet: Was macht mehr Sinn: 1800 Personen auf einmal zu bestellen (zur Gräbersegnung) oder 1800 Personen, die ihr Grab besuchen, auf 5 Stunden am Nachmittag des 01.11. zu verteilen und damit das Risiko einer Ansteckung zu minimieren?
Gleichzeitig steigen im Moment die Infektionszahlen rasant an, was dazu führt, dass die Bundeskanzlerin vergangene Woche den Satz vom März wiederholt hat: „Bleiben Sie zuhause.“ Das ist zwar nicht meine Empfehlung zu Allerseelen, macht aber deutlich, dass erhöhte Vorsicht geboten ist.
Zuguterletzt ist eine Gräbersegnung „nur“ eine Gedenkveranstaltung mit Gebet für die Verstorbenen. Es stellt für Sie eine externe Hilfe (ein Gerüst) zum Beten dar – nicht mehr und auch nicht weniger. Beten sollten Sie aber auch allein können. Und selbst wenn Sie das nicht können? Was kann ohne Gräbersegnung passieren – dass die Toten aus ihren Gräbern zurückkommen?
Aus all diesen Gründen wäre Gräbersegnung nur dann sinnvoll, wenn ich mir aus Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, nichts machen würde und meine Einstellung Ihnen gegenüber wäre: Es ist doch mir egal, ob Sie sich bei einer Gräbersegnung anstecken oder nicht. Sie sind erwachsen und können das für sich entscheiden! Biblisch: „Bin ich der Hüter meines Bruders?“ (Gen 4,9)
Deshalb treffe ich eine Entscheidung, die nicht jedem von Ihnen gefallen wird, zum Wohle aller: Die Gräbersegnungen entfallen in der Stadtteilkirche Altenerding – Klettham. Dies gilt sowohl für den Pfarrfriedhof wie auch für den städtischen Friedhof an der Itzlinger Straße. Sie können die Friedhöfe am Allerheiligentag selbstverständlich besuchen und Ihrer Toten gedenken. Ich bitte Sie aber inständig, auf dem Friedhof einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, auch wenn Sie im Freien sind! Es sind so viele Menschen auf den Friedhöfen an diesem Tag mit ihren Aerosolen unterwegs – Schützen Sie sich und andere! Wahren Sie den Abstand zum anderen jederzeit!
Wir (ich und das Erzbistum) bieten Ihnen einen Flyer zu Gräbersegnung im Anhang an. Außerdem möchte ich auf das Requiem für die Verstorbenen des letzten Jahres in der Stadtteilkirche am 02.11.2020 um 19.00 Uhr in St. Vinzenz (Anmeldung über die Homepage von Mariä Verkündigung erforderlich) verweisen.
Herzliche Grüße an Sie alle!
Ihr
Dr. Jan-Christoph Vogler

Weiterhin sind alle Kindergottesdienste, Seniorennachmittage, Chorproben, Taufen
sowie Erstkommunion-
vorbereitungsstunden abgesagt.

Für alle Intentionen, die in 2020 entfallen sind, bitten wir Sie, sich bis 30. September wegen eines Ersatztermins im Pfarramt zu melden. Sofern kein neuer Termin vereinbart wird, werden diese Intentionen auf Messen im letzten Quartal 2020
verteilt.
Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wegen der Vielzahl der noch zu verteilenden Intentionen keine neuen Intentionen für 2020 mehr angenommen werden können.

Der gesamte Parteiverkehr mit dem Pfarramt St. Vinzenz findet weiterhin bis zum Ende der Krise nur fernmündlich statt!

Tel. 08122 / 97330
Fax: 08122 / 973333
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