Kirchenmusik

Romanhafte Geschichten und trockene wissenschaftliche Untersuchungen ranken sich um Mozarts Requiem. Ein hagerer Mann in grauer Kleidung, der für einen anonymen Auftraggeber bei Mozart eine Totenmesse bestellt. Der todkranke Mozart, der auf seinem letzten Krankenlager an diesem Requiem arbeitet - für den geheimnisvollen Besteller oder etwa, sein nahes Ende ahnend, für sich selbst? Dann das unvollendet gebliebene Werk, das von Mozarts Schüler Süßmayr zu Ende geschrieben wird. Musikwissenschaftler machen sich später über die Partitur her, um herauszufinden, welche Teile von Mozart stammen, welche Motive und Intervallsprünge in den Fugen Mozart tatsächlich selbst geschrieben hat und welche Abschnitte Süßmayr ergänzt hat.

Muß man dies alles wissen und im Kopf behalten, wenn man Mozarts Requiem heute hört und verstehen will? - Natürlich nicht! Denn die schiere Gewalt der Musik, der Ernst ihrer Aussage und die Unmittelbarkeit, mit der Mozart die Texte der Totenmesse musikalisch gestaltet, überwältigen auch den naiven Hörer, der sich um die legendenhaften Elemente, die dem Werk anhängen und es vielleicht sogar verdunkeln, nicht kümmert.

Von der Wirkung dieser Musik können sich die Erdinger Musikfreunde am 
Sonntag, 22. November 2009, um 18 Uhr in St. Vinzenz
ein Bild machen. Der Chor von St. Vinzenz, Mitglieder des Erdinger Kammerorchesters und Bläsersolisten aus München, sowie die Gesangssolisten Priska Eser (Sopran), Elisabeth Emme (Alt), Andreas Hirtreither (Tenor) und Wolfgang Krose (Bass) werden dann unter der Leitung von Robert Grüner das Werk aufführen. Frau Emme ist den Erdinger Hörern keine Unbekannte; sie hat in München und London Gesang studiert. Die anderen drei Solisten singen im Chor des Bayerischen Rundfunks und bedürfen als  Mitglieder dieses weltweit renommierten Ensembles keiner weiteren Empfehlung.

Eintrittskarten: Kinder bis 14 Jahre frei;  Erwachsene 14 €; Schüler/Studenten/Rentner 12 €.